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WR Fröndenberg 15. 01. 2007
Pferdeflüsterin zeigt, wo es lang geht
"Nicht die Pferde machen Probleme, sondern die Menschen", sagt Janet Rosenberger.
Fröndenberg. (mei) Einen vertrauensvollen, sicheren Umgang mit dem Pferd wünschen sich wohl alle Reiter. Und doch - immer wieder kommt es zu Problemen. Das Pferd lässt sich nicht führen, beißt, geht durch. "Es sind meist nicht die Pferde, die die Probleme machen, sondern die Menschen", erklärte die "Pferdeflüsterin" Janet Rosenberger. Am Samstag gab sie ein Seminar in der Reitanlage Scheible.
Am Morgen trafen sich die Teilnehmer, um erst einmal theoretisch zu besprechen, worauf es im Umgang mit Pferden ankommt. "Wir müssen lernen, die Leitstute für das Pferd zu werden", erklärte Janet Rosenberger. "Dann wird es uns vertrauensvoll überall hin folgen. Es ist das, was seiner Natur entspricht, und es wird zufrieden sein, wenn es seinen Platz gefunden hat."
Rosenbergs erster Ansatz war, den Menschen zu erklären, wie sie sich in der Rangordnung über das Pferd stellen. Denn meist ist es für die Menschen schwieriger, diesen Platz einzunehmen, als es für die Pferde ist, den Menschen in der höheren Position anzuerkennen. Nach der Theorie wurden die Erkenntnisse in die Tat umgesetzt. Vier Reiterinnen wollten aktiv mit Pferd an dem Kurs teilnehmen, ein Pferd jedoch fiel krankheitsbedingt aus.
Wilde "Problempferde", wie man sie aus dem Fernsehen oder aus den Geschichten über "Pferdeflüsterer" kennt, waren nicht in der Reithalle. Eine Haflingerstute, die nicht gerne alleine blieb, ein Warmblut, das lieber von seiner Reiterin gekuschelt als geritten wurde, ein Schulpferd, das auch mal gerne nach den kleinen Reiterinnen schnappt.
Janet Rosenberger ließ die Pferde zunächst führen. Danach mussten die Menschen sich und den Pferden beweisen, dass sie das Sagen darüber hatten, wo es lang ging. Die Pferde schienen das schon lange zu wissen, und machten brav mit. Zwei wurden später noch gesattelt - die Probleme, die die Besitzer beschrieben hatten, traten aber den ganzen Tag nicht auf.Die aktiven Teilnehmer und die rund 15 Zuschauer waren sich am Ende einig: Eigentlich hatten sie vieles von dem, was gesagt und gezeigt wurde, schon gewusst. "Aber jeder macht Fehler, und es gab viele gute Tipps", erklärte die Zuschauerin Christine Giljohann, warum sich der Kurs für sie auf jeden Fall lohnte.
15.01.2007
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