Janet Rosenberger - Coaching – Reitunterricht – Sicherheitstraining
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Tierpsychologie

Die Pferde-Nanny zu Gast in Buer

Gelsenkirchen-Buer, 29.06.2008, Kira Schmidt

Janet Rosenberger gab im Reitverein Buer am Ostring Tipps für den Umgang mit den flotten Vierbeinern.

Der Reitverein Buer am Ostring hatte am Samstag ungewöhnlichen Besuch. Die „Pferde-Nanny” Janet Rosenberger kam für ein Coaching für Pferd und Reiter zur Anlage an der Löchterheide.

Die theoretische Wissensvermittlung und die folgenden Praxisübungen zielten allerdings mehr auf die Reiter ab, als auf die Pferde. Denn sie sind es, die die Tiere führen müssen – und das nicht nur am Halfter, sondern durch die kleinen Problemsituationen des Alltags. „Es hat immer etwas mit der persönlichen Einstellung der Menschen zu tun”, erklärte die Tierpsychologin, die den zweibeinigen Besuchern zunächst ein Gefühl dafür vermittelte, wie sie das Verhalten ihrer Tiere deuten können. „Man muss das Pferd verstehen. Deswegen vermittle ich den Teilnehmern, wie Pferde eigentlich in der Wildnis leben und erkläre, dass sie das auch ohne den Menschen können.” Und auch, wenn die meisten Pferde heute nicht mehr in der freien Natur leben, so haben sie doch vieles von ihrem ursprünglichen Verhalten beibehalten.

Das Tier verstehen - das war wohl die größte Aufgabe für die Reiter. Und sich nicht unterbuttern zu lassen. Denn die Tiere erkennen schnell, wo sie die Schwächen ihrer Menschen ausnutzen können. Janet Rosenberger hat da ihr ganz eigenes Rezept. „Ich gehe auf die Tiere zu und sage, hör zu, ich bin einer von euch. Tust du mir was, bist du tot.”

Das sagt die Tierpsychologin natürlich nicht tatsächlich. Aber sie drückt es aus, durch ihre Körpersprache. Sie stellt klar, in der Hierarchie über dem Tier zu stehen. „Das ganze Geheimnis liegt in der Nutzung des Pferdeverstandes durch gewaltfreie Trainingsmethoden, nonverbale Kommunikation und durch die Klärung der Rangordnung”, erklärt Janet Rosenberger in einer Broschüre.

Und genau darum ging es am Samstag. Die Reiter sollten die Tiere an alltägliche Stresssituationen heran führen und diese mit ihnen gemeinsam, ruhig und gelassen bewältigen. Dabei schienen diese für den Außenstehenden eigentlich recht banal. Über eine blaue Plane sollten die Tiere laufen, oder sich an Regenschirme gewöhnen. Alles Aufgaben, die dennoch für einen stressfreien Alltag von Reiter und Pferd wichtig sind. Und solche, an denen die Kursteilnehmer, auch nach dem Tages-Kurs, noch lange und diszipliniert weiter arbeiten müssen.


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